Hypnobirthing – Mit Hausaufgaben zur Wunschgeburt? (KINDERWUNSCH - SCHWANGERSCHAFT - GEBURT --- Doris Lenhard- Telefon: 0228 4467678)

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Hypnobirthing – Mit Hausaufgaben zur Wunschgeburt? ist heute das Thema in der Themenwoche Hypnobirthing des Happy Birthday e.V. Hier engagieren sich starke Frauen für eine gesunde gute Geburtskultur für Mütter und Babys. Ich darf da mitmachen und aus aktuellem Anlass füge ich für mich hinzu, dass ich mich auch für hinzu: Gesunde gute Geburtskultur für Mütter, Babys und VÄTER! http://www.fachpraxis-doris-lenhard.de/wp-content/uploads/2015/05/IMG_5068-300x200.jpgHeute haben Romina und Simone in Briefen ihre Gedanken geschrieben. Es geht um Druck, den manche Frauen empfinden, dass sie nach einem Hypnobirthing-Kurs auf jeden Fall keine Schmerzen und nur eine schöne Geburt haben darf. Mit diesem Totschlagargument ziehen Ärzte und leider auch Hebammen gegen Hypnobirthing zu Felde. Der letzte Satz klingt kriegerisch, ich weiß. Genauso so begegnete mir mehr als Hebamme in Bonn.  Ob die Angst haben, dass auch wir ihnen etwas wegnehmen wollen? Zu dem Brief meiner beiden Kolleginnen habe ich meine Erfahrungen und Gedanken, die ich hier gerne vorstelle: Dankeschön für Eure Gedanken.Ja, so haben es mir Schwangere aus meinen Hypnobirthing-Kursen in Bonn auch zurückgemeldet. Zu Beginn des Kurses sind alle Techniken und Übungen etwas total Neues für die meisten Frauen. Und das macht erst einmal unsicher. Wer hat schon seit seiner Schulzeit mindestens einmal am Tag für mindestens 30 Minuten total versunken seinen Gedanken nachgehangen oder sich auf die Wiese oder in den Wald gesetzt, und dem Wind gelauscht oder kleine Krabbeltierchen beobachtet? Wie es jedes kleine Kind mehrmals täglich tut, wenn es selbstversunken mit Duplosteinen ein Haus baut, die Wand seines Kinderzimmers mit selbst gemalten bunten Bildern schmückt oder an Mama und Papa gekuschelt, wohlig geborgen seiner Lieblingsgeschichte lauscht und der Geruch und die Stimme der Eltern es in die Tiefenentspannung führen.  Um genau diese Urfähigkeit geht es! Die hat jede Frau für die Geburt und für besondere Schmerzzustände hat sie Hormone zur Verfügung, die den Schmerz blockieren und sie High machen. Natürlich bleibt die Geburt dabei wahrscheinlich das Anstrengste, was sie je gemacht hat. So schrieb es eine meiner Mütter. Sie war die einzige, die absolut keine Schmerzen hatte sondern jede Wehe wie eine Kraft begrüsst hatte. Was bei ihr sicherlich eine riesige Rolle spielte? Endlich … nach 5 Jahren mit 8 misslungenen IVFs und Fehlgeburten … wurde Sie Mama. Und sie war von der 11. bis zur 39. Woche bei mir. Hat den Hypnobirthing-Kurs gemacht, alle 14 Tage in MaBaZ-Kursen andere Entspannungen und in den letzten sechs Wochen die Baby-Stunden und die geburtsvorbereitenden Ablösestunden aus der Bindungsanalyse. Auch bei ihr wurden die Wehen sicherheitshalber künstlich unterstützt. http://www.fachpraxis-doris-lenhard.de/wp-content/uploads/2015/01/Schöne-Geburt-742x1024.jpgEine gute Geburt, in der sich die Frau selbstbestimmt mit ihrem Partner hineinfallen lassen kann, ist auch möglich, wenn es weniger perfekt als im Hypnobirting-Buch beschrieben läuft. 20 bis 30 Jahre nachdem wir mit der Urfähigkeit geboren worden sind, haben wir sie seit Beginnder Schule so sehr verlernt, dass richtig Atmen und sich in den Körper und seine Bewegungen fallen lassen ohne Angst vollkommen neu ist und der Druck der Schule alles Gut und möglichst perfekt zu machen nun wieder auftaucht „Kann ich das? Mach ich das richtig.” „Oh weiha, in einer Woche ist der nächste Termin, bis dahin muss ich das können.”  Ich bin Kursleiterin in Bonn und war erst einmal von dem gut durchdachten Konzept und der Richtigkeit der wöchentlichen Termine ausgegangen. Ich habe meine Erfahrungen gesammelt, die ich hier gerne teilen möchte. Im Buch finde auch ich einige Stellen dogmatisch und salopp gesagt zu YES WE CAN!!. Es kommt halt aus Amerika und dort sind bei der Geburt ganz andere Untersuchungen Standard, die es hier nicht mehr gibt. Dass die Beschreibungen über die normalen Geburten Druck und Angst auslösen, hat mir eine Mama rückgemeldet.  Ob ein inneres Bild, eine Visualisierung und eine Atmung für die Schwangere wirklich tief öffnend ist, habe ich sehr individuell erlebt bei „meinen” Schwangeren. Auch lebt jedes Paar in einem eigenen Lebensrythmus mit seinen „Zwängen”, die nicht alle über den Haufen geworfen werden können. Die „heilige Zeit für das Baby und die Geburt” will erst einmal gefunden werden. Das habe ich im Laufe der zwei Jahre, in denen ich in Bonn viele Kurse geben durfte, sehr unterschiedlich erleben dürfen. Ich weiß aus eigener Erfahrung und meinen vorherigen Ausbildungen um innere Schwierigkeiten und habe deshalb sehr schnell individuelle Lösungen möglich gemacht. Ich höre von meinen Hypnbirthing-Kolleginnen, die körpertherapeutische oder andere Ausbildungen mitbrachten, das gleiche. Manche haben zusätzliche Übungsabende eingeführt, weil die werdende Mama dann nochmal mit dem Blick des Profis für ihre Selbstsicherheit gestärkt werden kann. So unterschiedlich wie die Paare und das Leben war es auch bei mir:Eine Mama schluchzte beim dritten Einzeltermin, dass sie überhaupt nicht üben konnte. Aus der Vorgeschichte wusste ich, dass sie stärkere Ängste hatte. Erstens wirklich keine Zeit (2-Jähriger Sohn, Mama arbeitet vormittags während Papa zu Hause ist, der dann mittags ins Restaurant geht, dessen Inhaber er ist) und zweitens findet Papa die Worte der Vertiefungsübung beknackt.Darauf gehen wir Hypnbirthing-Geburtsvorbereiterinnen genauso individuell ein,wie eine Hebamme. Hoffe ich zumindest! Ich habe gesehen, dass die Frau körperlich und emotional vollkommen überlastet ist und wir haben sehr schnell herausgefunden, wie sie in die Tagesstruktur ein „heiliges Baby-Geburts-Zeitfenster” hineinbauen. Meine „Erlaubnis”, dass sie gerade mehr leistet, als überhaupt leistbar ist und dass ihr körperlich anstrengender Halbtagsjob, den sie eh nicht so mochte, die einzige Möglichkeit ist, für sich Zeit herauszuholen war die Lösung des Problems. Wir haben eine 3-wöchige Hypnobirthing-Pause verabredet, damit sie entspannt die Übungen nachholen können. „Morgens können wir ja nicht üben, da turnt Thomas um uns herum” war das näcchste Problem. „Probiert es doch mal aus, die Regenbogenentspannung mit ihm zusammen zu machen, er kann sich doch neben Euch legen.” Direkt im Anschluss an den Morgentermin ist das Paar zur Ärztin gegangen, die Mama wurde für die gesamte Schwangerschaft von der Arbeit befreit. „Danke, dass Du mich geschubst hast, Doris”.Thomas hat die Regenbogenentspannung geliebt, wenn er nachts unruhig wurde, ist er damit wieder eingeschlafen.Das nächste schwerwiegende „Problem” kam in der 34. Woche: Beckenendlage, ein harter Bauch, Schuldgefühle nachdem die Hebamme gefragt hatte „ob das Kind protestiert”. Das schlimmste daran war für sie die Angst vor dem Krankenhaus dass sie möglicherweise keine Hausgeburt machen kann und es gab ein ungelöstes Thema mit ihrer Mutter und Bruder. Hypnobirthing-Kursleiterinnen ohne zusätzliche Ausbildungen müssen da vorsichtig sein. Sie würden in dem Fall an Fachleute verweisen. Als systemische Therapeutin konnte ich die Frau weiter begleiten. Beim Thema Beckenendlage finde ich das Hypnobirthing-Buch auch zu dogmatisch, es macht der Mutter Schuldgefühle, dass sie nicht richtig entspannt ist. Es gibt zwar die Hypnobirthing-Hypnose und viele Babies drehen sich. Ich bin auch ausgebildete Bindungsanalytikerin und hier kann auch erreicht werden, dass das Baby sich dreht. Warum ein Baby sich nicht dreht und wie es auf die Welt kommen will, weiß jedoch nur es selbst. Nur das Baby sieht und fühlt wirklich genau, was in seiner Gebärmutter los ist und entscheidet dann, welche Geburt für es am sichersten ist. Die Mama und ich haben ein altes Thema bearbeitet, danach hat sich eine innere Blockade gelöst. Die Kleine ist fein mit dem Po nach unten liegen geblieben. Und hat ihre Mutter gelehrt, sich nun drum zu kümmern, in welchem Krankenhaus sie sich sicher genug fühlt. Sie hatte auch keine Angst mehr von der Geburt in der Klinik.  Die Geburt begann mit Wehen, die Beleghebamme war bald da. Das Paar ist so lange wie möglich zu Hause geblieben und dann in ein – mit 25 km weit entferntes – Krankenhaus gefahren. Die Regeluntersuchungen haben die Mutter geärgert und gestört und als sie 15 Minuten nach dem Ankommen sagte, dass ihr Kind kommt, hat ihr keiner geglaubt. Bis sie es so laut schrie, dass alle hergesprungen kamen. Ihre Beleghebamme durfte bei ihr bleiben. Die Klinikhebammen waren dankbar über Verstärkung, es waren gerade vielen Geburten gleichzeitig. Die Klinikhebammen haben ihr Presskommandos zugerufen. Sie hat die Anweisungen der Klinikhebammen ignoriert und sich gedacht „ich atme mein Kind runter und öffne mich”. Ihre Beleghebamme hat sie darin unterstützt. In 2,45 Stunden war ihre Tochter geboren und nur als der Kopf geboren wurde, hat es ihr unangenehm weh getan. Natürlich hatte sie vorher auch Drücken und Ziehen, aushaltbar und händelbar.Und sie schrieb mir, dass sie in der Klinik alles erlebt habe, was sie nie erleben wollte. Und ihr Hypnobirthing die Geburt gerettet habe.  Bei einem anderen Paar war es der dreiwöchige Urlaub, den das Paar sehr nützlich fand, damit die Frau, die mit dem Tiefenentspannen große Probleme hatte, ihren Weg darin fand. Auch sie erlebte bei der Geburt alles,wovor sie die größte Angst hatte. Übergriffige schroffe Ärzte und sie hatte mit ihrer durch die dogmatischen Botschaften im Hypnobirthing-Buch vermittelten Bilder zu kämpfen, dass sie bei einer künstlichen Einleitung nun nichts mehr aus dem Hypnobirthing anwenden kann. Jedes Mal, wenn die Dosis erhöht wurde, war sie erst verspannt und fand in der zweiten Wehe nach der Erhöhung wieder in die Entspannung zurück. Ihr Mann war ihr Anker. Sie sagte nach der Geburt, dass sie nicht mehr sagen könne, was im einzelnen war. Sie hat nur auf ihren Mann geschaut.Und der hatte mit Ärztin und Hebamme ordentlich zu tun, denn die Geburt begann mit besorgniserregenden Herztönen des Babies als Notfall. Auch hier war der Plan der Hausgeburt, des sicheren Ortes, leider nicht realisierbar.Die Geburt war von Anfang an auf der Grenze zum Kaiserschnitt. Im Normalfall wäre in diesem Krankenhaus sofort der Weg in den OP gewesen. Das Paar hat sich durchgesetzt und über sechs Stunden wurde dem Baby und der Mutter immer wieder noch ein bisschen und noch ein bisschen Zeit gegeben. Die Kleine kam natürlich zur Welt. Das wäre mit der üblichen Geburtsvorbereitung in dieser Klinik nie möglich gewesen. Da sind die Eltern und ich sehr sicher. Romina ich stimme Dir sehr zu, dass für den Geburtsverlauf viele Faktoren eine Rolle spielen. Wie die Eltern selbst geboren worden sind ist eine sehr wesentliche. Und in sehr sehr wenigen Geburten kann das Kind dann doch nur mit dem Kaiserschnitt geholt werden. Der Unterschied – wenn auch das Hypnobirthing nicht dogmatisch vermittelt wird – ist, dass die Eltern sich nicht überrumpelt fühlen. Denn dieses Gefühl und vorheriges Alleinseine, vielleicht von Interventionen überrollt werden hinterlässt die Narben in den Seelen der Mütter, der Babies und der Väter.Das fehlende Handwerkszeug. Mit Handwerkszeug habe ich immer etwas in der Hand. Trauma bedeutet, dass die mir zur Verfügung stehenden Werkzeug in einer akuten Situation nicht die waren,die es in dem Moment gebraucht hätte.  Und ich möchte noch schreiben, dass es in Deutschland viele Hypnobirthing-Kursleiterinnen gibt, die gute Arbeit leisten und trotzdem nicht mehr auf der Seite der Hypnobirthing Gesellschaft Europa gelistet sind. Sich bewusst gegen eine Rezertifizierung und Mitgliedschaft in der HBGE entschieden haben, wie ich. In Köln/Bonn sind wir ca. 10 Kursleiterinnen, während nur drei offiziell gelistet sind. Das sagt überhaupt nichts über die Qualität unserer Arbeit aus.  Ich wünsche mir sehr, dass mehr Hypnobirthing-Kolleginnen wie Bianca Heinkel den Mut finden, öffentlich zu den sinnvollen Modifizierungen der Hypnobirthing-Kurse zu stehen.Ich glaube, dass dies die beste Chance ist, Vorurteile und Vorbehalte von Frauen, Ärzten und Hebammen aufzulösen. Die Hypnobirthing-Kolleginnen, die ich kenne, begleiten Frauen bis zur Geburt mit all ihren Fragen sehr individuell bis zur Geburt. Sie möchten alle Artikel der Themenwoche lesen? Gerne! Jeden Tag erscheint ein neuer auf https://www.happybirthday-deutschland.de/2015/06/mit-hausaufgaben-zu-wunschgeburt/

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